copyright: eva-d

 

kunst ist freiheit, freiheit, freiheit!

in einer zeit der immer grösseren kontrollierbarkeit, in der unter dem deckmantel der fortschrittlichkeit im wahrsten sinne jeder fort-schritt, also jedes “weg von der menge” beobachtet und gespeichert wird, ist der moment, wenn ich allein über dem papier schwebe und einfach nur meiner phantasie und lust folge, ein so grosser reichtum.

 

 

22

die totale weichheit. die komplette wildheit, ungezügeltheit. die verzweiflung. das drängen. die übersprühende freude, überdrehtheit. arroganz, stolz, traurigkeit, drama, selbstinszenierung. rollenspiel.

ich bin und bleibe viele.

die leinwand: mein glückliches alleinsein, all und einsein. meine tragische solitude. ist das ernst?

was ist ernst?

er-spiele und baue ich meine eigene filmkulisse?

wenn ich male, dann erfinde ich. ich schaffe mir meine begleiter, erweitere meine welt und damit meine vorstellung.

es ist wie bei einem guten cocktail. es bedarf der richtigen zutaten, mischung und stärke, damit es zu einer wirkung kommt.

die kunst ist der droge gleich, gerade weil sie uns in neue universen schickt, unsere sinne öffnet und uns die größe des universums erahnen lässt.