komisario

 

ko-mi-sa-ri-o

segler der welten, stern der schönheit. du hast dein leben dem abenteuer und der sinnlichen freude verschrieben. ich würde wirklich gern wissen, wer du bist. du bist getrieben und bessessen von deinem traum einer besseren welt.

gesucht: den puritanen geburtststandort mit einer prise von verrücktheit und beisssendem quadratenmarsch als ansporn gleich zu lebensbeginn.

jetzt: singulär, keiner gemeinschaft verpflichtet, was er tut, das aus idealismus und dem unerschütterlichem glauben an gerechtigkeit.

sein blick lässt bäume springen wurde mir berichtet.

des nächtens wird er du lustig, ein lebemensch heisst es. 

seine augen, blau wie die ferne. seine haare, rot wie die glut.

seemann, komm bald wieder…

mir zittert der pinsel, komisario zerschmettert atome und lässt die quanten springen. grenzen gibt es keine auf seinem planeten. alles ist geballte kraft.

“logic takes you from A to B. imagination takes you everywhere. albert einstein”, so schrieb er mir.

 

 

 

 

 

indi39

ich gehe unglaublich heiter in dieses neue jahr. das ist wirklich wunderbar.

orgie, rausch, woodoo-doodu-wa, es gibt selten andere momente im leben, in denen ich so sehr die intensität des lebens fühle wie beim kreativen schaffen.

die kunst gibt mir solch eine kraft und einen enthusiasmus.

worin besteht die kraft.

gerade darin, dass sie völlig autonom von ihrem umfeld einfach schafft. und phantasiert. und lebt.

ja genau, LEBT. das leben in der kunst ist ganz und gar grenzenlos, ich schaffe mir meine eigenen welten, experimentiere, rotz, motze, hotze, auch egal, alles ist möglich, weil es ich bin, ich mit mir selbst.

und auch wenn ich auf dem bett liege und träume, das ist kunst für mich.

kunst ist ein energetisches gebilde. sie muss nicht unbedingt materialisiert werden, selbst wenn ich persönlich eine affinität zur materie habe. weil ich das sinnliche liebe. weil mein strich auf dem blatt eben doch erfrischender und überraschender ist als einzig meine kopfphantasien.

im kope gehe ich viel öfter schon bekannte wege und versuche sie zu erweitern.

auf dem blatt hingegen kommt der völlig unmögliche-verqueere anfangsstrich, der mein leitmotiv ist.

und dann: wie nun dieses erste disaster lösen, wie wieder eine harmonie herstellen, die meiner ganz eigenen inneren entspricht.

malerei ist für mich ein zwiegespräch mit der materie.

im kopf, da bin ich doch allein.

alles ist schön. das tagträumen, schlicht auf dem bett, gemütlich, das habe ich erst letztes jahr entdeckt. vielleicht bin ich darum so sehr beschwingt.

mir schwankt’s. oh, bin ich high.