schwesternes gibt die künstlerischen lücken. wenn gar nichts mehr geht.

was ist die malerei angesichts des todes eines so nahen menschen?

was ist eine lücke?

sprachlosigkeit.

zu gern würde ich sie mit aktionismus füllen. doch die leinwand verwehrt sich. aushalten. der lücke seinen platz geben.

jeder tatendrang, und ja, dazu zähle ich auch die malerei, gibt das gefühl, “es geht weiter”.

eine erleichterung würde platz nehmen. ein schönes gefühl, gutes gewissen. “es ist ja doch alles wie zuvor”.

aber die malerei ist brutal ehrlich. sie verweigert sich.

ich habe gar keine idee. ich fühle mich hohl. die fassungslosigkeit, dieses stumpfe dasein, das keine worte von sich gibt, das mich im NICHTS verharren lässt und mich so ganz haarscharf gegenüber meiner eigenen existenz stellt.

meine mutter ist gestorben, und ich sehe sie so oft. sie ist mir näher als sie es jemals war. aber ich finde keine worte, ich finde keine übersetzung in bildern.

ich bin einem kargen schweigen ausgesetzt.

10 Gedanken zu „

  1. ich habe mich über dein langes Schweigen schon gewundert, liebe Eva- es tut mir leid, dass dich die Trauer so sprachlos hinterlässt … aber die Trauer will eben gelebt werden, so, wie sie sich zeigt, es gibt keinen wirklichen Trost, nur ein großes Mitgefühl und dessen kannst du dir von mir zu dir hin sicher sein!
    liebe Grüße
    Ulli

  2. Was du meinst, verstehe ich. Ich fühle mit dir und wünsche dir, dass du diese trotz aller gefühlten Stagnation wertvolle Zeit der Besinnung im leeren Raum am Ende mit Erkenntnisgeschenken verlassen kannst.
    Es bedeutet einen Wandel zu erleben und deine Kreativität lässt dir den Stillstand der Trauer, von der sie dich noch nicht wegtragen darf, weil du momentan mit anderen Bereichen deiner Psyche arbeiten musst.
    Wo sich der Geist auf dem Pfad der Retrospektive und für immer unbestätigbaren Spekulationen bewegt, statt aus dem dynamischen Erleben einer Interaktion schöpfen zu können, befindet man sich in einem Stadium der Verpuppung.
    Sei gewiss, dass auf dieses Stadium wieder die Entfaltung deiner Flügel folgen wird, auch wenn ein sich entwickelnder Falter die Farben seiner Flügel nicht vorausahnen kann

    Liebe Grüße.

  3. ein Like finde ich nicht passend.
    Es ist der Moment, in dem Du allein bist und den Du durchleben musst. Hier hilft nicht einmal Kreativität oder Kunst, es ist der Moment der ultimativen „Infragestellung“, in dem Du Dich neu finden musst.
    Du hast auch zuvor bezüglich Deiner Mutter nichts versäumt, besser zu machen, obwohl, schöner wäre es gewesen.
    Du wirst, nachdem Du diese Phase durchlebt hast, Frieden finden.

    • ich sehe das auch so.
      und ich finde es eigentlich auch schön, dass mein inneres mich stoppt oder inne-hält für eine zeit der ruhe.
      nur fallen solch kreative „blockaden“ künstlern ganz besonders schwer.

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