copyright: eva-d

 

kunst ist freiheit, freiheit, freiheit!

in einer zeit der immer grösseren kontrollierbarkeit, in der unter dem deckmantel der fortschrittlichkeit im wahrsten sinne jeder fort-schritt, also jedes “weg von der menge” beobachtet und gespeichert wird, ist der moment, wenn ich allein über dem papier schwebe und einfach nur meiner phantasie und lust folge, ein so grosser reichtum.

 

 

copyright: eva-des ist diese elendige suche nach sinn, die mich vom wesentlichen abhält.

malerei, für mich, ensteht in spontaneität. unschuld, sie ist keines urteils schuldig. malerei ist SPIEL.

ich denke, jeder sinn, jedes in worte gepackte anliegen, ist als solches schon begrenzt und widerspricht damit der kunst. kunst ist keine aufklärung, kunst ist verdunkelung, der einstieg in die nacht des unwissens, jenseits von schon erfahrenem. sein im moment, immer wieder neu.

das sein braucht keine aufklärung, sein ist als solches klar. nur der geist und die bedeutung bringen den nebel.

und dennoch, ich liebe den nebel. er hat keine prätention, er birgt das unwissen und das ungewissen in sich. ich fühle mich dort geborgen.

wie oft, und manchmal verzweifelt, versuche ich beim malen dem ratio, der sinnsuche, zu entkommen.

kunst ist kein gesellschaftsprogramm. dort, im zusammenleben, muss es zu klaren regeln kommen. hier gilt der kompromiss. nur jener gewährt eine, nenne ich es, “erleichternde harmonie”.

malerei aber ist der weg zu mir. konsequent und ausschliesslich.

und ganz manchmal, da gibt es treffen. wenn ich mit meiner malerei eine andere seele berühre. das ist dann gnade und lässt mich für einen moment meinem alleinsein entschlüpfen, oder auch, gerade dort um so mehr hinkommen.

malerei ist widerspruch, weder ja noch nein, malerei IST.