copyright: eva-dkomisario. unentwegt und straight, immer deinem weg folgend. komisario, woher hast du bloss deine kraft?

schreiben.

wenn ich schreibe, habe ich nur fragen.

welche prätention, scheint es mir, einfach zu schreiben. klare sätze. aussagen. als sei es wahr.

mir entzieht sich beständig diese selbstgewissheit. das, was ich sage, was ich schreibe, sei wahr.

was ist wahr?

komisario setzt sich ein für den weltfrieden, die gerechtigkeit in der welt. alles kann so einfach sein.

glatteis. blitzeis.

ich falle. rutsche.

endlich raus aus diesen gefilden der dunkelheit. der kälte. eis.

wohin?

können striche mir die sicherheit geben? ist es illusion?

mich nervt, stört, langweilt mich selbst, dass es diese fragezeichen gibt. immer und permanent und immer und ewig.

endlich eine antwort finden. ein zuhause. ein angekommensein.

und wenn es auch auch nur die öde des wissens ist. wissen bedeutet sicherheit. tod?

warum beenden wir, ich, eigentlich ein bild?

notwendigkeit?

niemals…… lust könnte ich es nennen.

und ganz einfach auch: beenden, weil es zu ende IST.

7 Gedanken zu „

  1. There are no endings, just a different and continuing state.
    If you are not true to others you cannot be true to yourself, so your art is pretense and does not satisfy.
    Truth isn’t nuanced. it’s an absolute. Art , creativity has to be truth or it is nothing.

  2. liebe Eva, beim schreiben, wie auch beim malen ist es wohl wichtig einen Schlussstrich machen zu können, wie oft habe ich in jungen Jahren Bilder kaputt gemalt! wie oft wurden gute Ansätze für eine Geschichte banal, weil ich den losen Faden nicht ertragen habe! Heute ist anders. Und die Fragen, die sich mir stellen finde ich wichtig, wie will ich wachen, wie begreifen und was ist wirklich begreifbar, Wahrheit ist eben relativ, das zeigt ja sogar die Wissenschaft, die bei neuen Erkenntnissen gerne sagt: SO ist es, um dann Jahre später mit den Füßen zu scharren, geknicktes Räuspern, nun ja … wir haben da neue Erkenntnisse gewonnen und wem dienen sie, auch so eine Frage … ja, manchmal nervt es und manchmal ist die Erforschung des Lebens und des Mysteriums Tod einfach nur spannend.

    Das heutige Bild hat mich eingeladen es lange zu betrachten, danke dafür

    sei von Herzen gegrüßt
    Ulli

    • ein guter kommentar. danke ulli!
      apropos erkenntnisse und deiner frage, wem sie dienen, habe ich vor 3 tagen ein gedicht von ringelnatz gelesen.“doch die sterne kannst du nicht verschieben“. das fällt mir jetzt spontan dazu ein:

      Das Sonderbare und Wunderbare
      Ist nicht imstande, ein Kind zu verwirren.
      Weil Kinder wie Fliegen durch ihre Jahre
      Schwirren. – Nicht wissend, wo sie sind.

      Nur vor den angeblich wahren
      Deutlichkeiten erschrickt ein Kind.

      Das Kind muß lernen, muß bitter erfahren.
      Weiß nicht, wozu das frommt.
      Hört nur: das muß so sein.

      Und ein Schmerz nach dem andern kommt
      In das schwebende Brüstchen hinein.
      Bis das Brüstchen sich senkt
      Und das Kind denkt.

      • das geht zu herzen, danke! und ist es nicht auch irgendwie schrecklich? liegt hier unser sehnen? immerhin haben wir uns das leben so eingerichtet, dass wir weiter „spielen“ dürfen …

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