copyright: eva-dkomisario. unentwegt und straight, immer deinem weg folgend. komisario, woher hast du bloss deine kraft?

schreiben.

wenn ich schreibe, habe ich nur fragen.

welche prätention, scheint es mir, einfach zu schreiben. klare sätze. aussagen. als sei es wahr.

mir entzieht sich beständig diese selbstgewissheit. das, was ich sage, was ich schreibe, sei wahr.

was ist wahr?

komisario setzt sich ein für den weltfrieden, die gerechtigkeit in der welt. alles kann so einfach sein.

glatteis. blitzeis.

ich falle. rutsche.

endlich raus aus diesen gefilden der dunkelheit. der kälte. eis.

wohin?

können striche mir die sicherheit geben? ist es illusion?

mich nervt, stört, langweilt mich selbst, dass es diese fragezeichen gibt. immer und permanent und immer und ewig.

endlich eine antwort finden. ein zuhause. ein angekommensein.

und wenn es auch auch nur die öde des wissens ist. wissen bedeutet sicherheit. tod?

warum beenden wir, ich, eigentlich ein bild?

notwendigkeit?

niemals…… lust könnte ich es nennen.

und ganz einfach auch: beenden, weil es zu ende IST.

copyright: eva-dich frage mich, warum suchen maler mit beginn der moderne so verkopfte konzepte. oder präziser, spätestens seit dem 20. jahrhundert. oder auch erst seit den 50-ern, nachdem der teufel über die welt gejagt ist? horror. terror. die tiefsten zeiten, die unsere welt je erlitten hat, jedenfalls, was unsere erinnerung betrifft.

diese riesen angst vor der emotion – das resultat?

copyright: eva-dund schon kommt mir auch wieder der zweifel. das mittelalter. all die allusionen, symboliken, christus geschichte, und vor allem: das leid. die hölle, ja, hier darf die phantasie ihren lauf nehmen. es wird gefoltert, gequält, horror in farbigsten formen.

copyright: eva-ddas sind meine eindrücke. verallgemeinerungen. bestimmt.

doch, was ist malerei?

gibt sie einen sinn? ich meine einen in worten formulierbaren?

copyright: eva-ddie musik ist so wunderbar sinnentfernt, scheint es.

sie ist emotion. pur.

copyright: eva-dliebe. glück. tragik. trauer. schrei. aber moral? nein, das braucht sie nicht.

das kann sie nicht, werden einige sagen. sie ist ja “nichts”. nichts konkretes, meine ich. meinen sie. wahrscheinlich.

ja, und gerade da ist ihre chance.

copyright: eva-dich möchte malen, als sei es musik.

emotion pur.

das auge ist analytisch. so sind wir verhaftet am wissen wollen. das ist ihre saure versuchung, der malerei’s bitterer apfel.

wie komme ich raus aus dem verstehen-wollen und hin zum einfachen fühlen?

musik: töne. geräusche.

die ersten eindrücke in unserem leben. im mutterleib. unsere augen sind verschlossen. doch wir HÖREN. der rhythmus des herzens. emotion. der schnelle atem bei angst. der entspannte bei wohlbefinden.

wie schaffen wir es, das auge des (rationalen) sinns zu entleeren und schlicht zu fühlen?

heute bin ich sehr glücklich.

copyright: eva-dich bin verliebt in das leben und das verbindet mich mit der ganzen welt.

und gerade diese liebe möchte ich in meinen bildern wiedergeben. so kitschig das klingt.

liebe schafft verbindungen. und malerei, kunst, ist verbindung.

das, und nur das, interessiert mich.

verbindung.