copyright: eva-dmalerei ist vodoo. weisser vodoo.

ich male meine träume, manifestiere meine wünsche, banne meine ängste, sperre sie tief in ein verlies und nehme sie doch an. nur eben dort, wohin sie gehören, um mir ein glückliches und freies leben zu ermöglichen.

eine gute komposition, ein gekonnter strich, das sind nur ausreden, um von dem wesentlichen abzulenken.

van gogh, so sagt man, habe am ende des lebens mit der linken hand gemalt, da ihn die rechte mit der zeit betrogen habe: zu geschult und glatt.

glatt… an der wirklichkeit vorbei.

die wirklichkeit ist ein klumpiger acker: matsch und dreck, worin von zeit zu zeit eine butterblume sich der sonne entgegenstreckt.

nur im ungehobelten hat gold die chance. die chance zu leben und zu glänzen, den glanz der hoffnung. die sehnsucht auf vollkommenheit.

voll-kommen. das projekt zukunft ist immanent.

wartet denn nicht schon das kind immer ungeduldig auf den nächsten tag, wenn es endlich grösser und eigenständiger wird.

ein leben im „jetzt“ ist perfekt.

die hoffnung auf morgen ist poesie.

4 Gedanken zu „

  1. Like the Christmas Eve child
    bath clean and cosseted
    warm in her reindeer pyjamas
    heavy eyed reluctant to sleep
    scared of missing the presents
    nestling by tree of tomorrow
    still sleeping when Santa comes to call

    So, we, over eager for that which
    may come the promises of the next
    dawn ignore the present packages
    of pleasure ,waste what is now
    we consider future time, gold
    and figure this hour, copper
    a coin of a lesser value by far

    • one view, indeed:
      another:
      esoterical educated as we are today, we learnt with all the difficulties it implies to believe in the „here and now“. fine. well done.
      though we have so many more possibilities.
      yesterday, now, tomorrow, all is valuable and ONE.
      poetry is born by the desire for a better world and only like this we’ll always urge to act against injustice and poverty (inside and outside) and for equality and happiness for ALL the people, included ourselves.
      the one who is already arrived is also already dead. this is what i believe.

  2. „wartet denn nicht schon das kind …“ – ich glaube das tut kein Kind, das nicht dauernd vertröstet wird auf spätere Zeitpunkte, zu denen es erst heranwachsen, älter werden, oder Verdienste erwerben muß, auf das Dürfen-wenn älter, auf Weihnachten-wenn brav, auf Nächstesmal-bestimmt … Ich glaube, es wird uns von kindheit an systemathisch anerzogen, nicht in der Gegenwart zu leben, nicht sich in ihr zu vertiefen und unbrauchbar zu sein für das Verlocken und Gefügigmachen mit Versprechungen.
    Wenn man malt, zeichnet, sich mit dem assoziativen Gedankenfluss treiben lässt, ist man „unbrauchbar“ für jeden anderen, ist fern und unerreichbar für Manipulation, Dann gehört man sich selbst und die Zeit uns.

    • ich weiss nicht.
      was ich weiss ist, dass, wenn ich male, ich mir „traum“-welten erschaffe. ich lebe dann in allen zeiten gleichzeitig. das hat nichts mit vertrösten zu tun, sondern mit selbstbestimmtem eingreifen in die realität, im sinne von „ihr eine richtung geben“.
      ich glaube zutiefst an den zauber in der malerei und dass ich so wie ich ein bild schaffe auch einen teil von mir selbst neu erschaffe und damit auch von der welt.
      ich habe mich als kind immer auch auf das morgen gefreut und komischerweise tue ich das noch immer. mit all meiner leidenschaft.
      das heisst nicht, dass ich im heute nicht auch glücklich sein kann und bin.

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