copyright: eva-dich bin eine geschichtenerzählerin in der malerei.

und was mich fasziniert ist, dass meine worte nicht dem formulierten wort entspringen, sondern der geste, die aus dem körper fliesst.

mein körper trägt die spuren und die erinnerung meiner ahnen, die erfahrungen meiner vorleben und meines gelebten lebens. mein körper trägt so viel weisheit. mein denken ist begrenzt. mein körper lebt auch jenseits der gedanken. mit jedem strich erweitert er die erfahrung und geht weiter. weiter.

ich höre bach-busoni, gespielt von maria tipo.

mir gehen so viele gedanken durch den kopf. die gedanken kreisen und kommen doch zu keiner logischen schlussfolgerung. aber muß denn jeder gedanke zwingend zu einem ergebnis führen. können diese gedanken nicht auch nur kreisen, so wie es der bleistift auf dem blatte macht, um irgendwo im ungewissen zu enden, weil ich einfach zu ende gedacht habe… für heute.

bedarf die kreativität eines anderen menschen?

ich arbeite immer FÜR „jemanden“. der impuls zum schaffen ist die kommunikation par excellence. und es ist weisses woodoo, wie komisario es nennt, was meint, die hoffung auf das morgen, das besser wird. der traum, der in erfüllung geht, die materialisierte idee, die sich in der realität widerspiegelt.

warum will sich der mensch, die malerin in meinem falle, erheben. warum nicht mit den begebenheiten frieden schliessen. warum dieses ständige blicken nach vorn, das streben?

der akt des malens kommt für mich aus der notwendigkeit. not-wendigkeit. es gilt etwas zu wenden. wenn das paradies auf erden schon bestände, warum dann kreieren. warum der durst nach austausch, kommunikation.

da kommt wieder der körper ins spiel. ein körper allein kann sich nicht spüren. bettina von arnim spricht mit der linde, um sich selbst zu erkennen. ich frage mich, wie wir uns im traum erfahren können, wo wir doch „nur“ noch gedanken sind. es hat einen grund, dass uns der körper gegeben ist. warum gehen yogis über eine extreme körpererfahrung, um sich von den gedanken zu verabschieden?

wahrscheinlich sind bildende künstler die grössten materialisten unter den künstlern. sie lassen ihren körper sprechen und haben die spuren dessen direkt auf der leinwand. sie SEHEN auch morgen noch, was sie gestern geschaffen haben. und tänzer oder sänger. oder interpreten, musiker? sie bedürfen nicht der „spur“? sie erfahren im moment, doch dann ist es auch sofort wieder weg? nur der maler oder bildhauer will, wie es scheint, seinen körperlichen akt auf die ewigkeit gebannt wissen. er braucht diese spur wie ein anderer sein tägliches brot.

2 Gedanken zu „

  1. Heraticlus said; one can never put ones foot in the same river.
    From a World Eternae point of view, philosophically, he’s right.
    Me ,the sophist, brings it down to the personal.
    Our dipping foot is never the same. We change with every experience, we learn, we change. Sometimes we regress, sometimes we are fallow, the pressures constrain us, mostly we grow.
    We are touched by life. We progress.
    But we are never the same even day to day.

    I think of how we look at what would be the ’same‘..a constant.
    Take the sea.
    The merchant looks at the sea and sees profit
    The Admiral looks at the sea and sees glory
    The traveller looks at the sea and sees adventure

    Yet it is the same sea

    So of our life.
    Depending on our viewpoint we judge, and are judged, by ourselves and others.
    What is hardship and deprivation to us, is gold to others.
    What we see as giving love others see as control. Being controlled
    What we might see as tenderness and care is seen as weakness by the ’strong‘.
    Naiveté pitched against cynicism, worldliness the enemy of hope.

    And from all these grains of sands on the beach of life we must grasp the handful that is ours, that which is meaningful, that which may trickle through our fingers most easily and pleasing.
    The moment we look across at the others handful, judge it’s trickle and fineness we have lost our own moment, ceased to be ourselves and become, instead, an outsider, no longer a participant but, a watcher of that which we can never know…for it is not our fingers through which the other’s sand trickles.
    Does this mean disengagement? Never helping…never advising?
    No.
    But it does mean not being disturbed if our sage advice is ignored.
    We may know the sense, the correctness, the validity of that which is communicated yet, we stand in different shoes.
    So the writer captures the moment…no thought of past or future…but the now
    It doesn’t mean one expression of art is more valid than the other..we just commit ourselves to the page in a different way

    • thank you very much.
      this is a great comment. it shows wonderfully well the diversity of views and why it can be often so difficult to understand other views. i love your image of the sea!

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