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copyright: eva-dbazrima, im fluss.

copyright: eva-dmöglicherweise ist das bild schon gemalt, bevor ich überhaupt angefangen habe zu malen.

copyright: eva-din der malerei wird die zeit komprimiert. die farben und formen ein abbild der zeit. der strich hinterlässt noch die spuren der wanderschaft, die verwaschene farbe, den prozess des trocknens. wenn zeitspuren im Jetzt sichtbar sind, ich meine, wenn das vergangene weiterhin die idee erbrachter aktion trägt, warum sollte eine weisse leinwand im umkehrschluss nicht schon die spuren der zukunft in sich tragen.

copyright: eva-ddas ist die alte menschenfrage nach dem schicksal.

copyright: eva-dgibt es DEN einen weg, den es zu finden gibt?

copyright: eva-dund wenn ja, wenn unsere geschichte schon seit langem geschrieben ist, wir sie aber bewohnen müssen, um unsere erfüllung zu finden, wie können wir ihr begegnen?

4 Gedanken zu „34

  1. Fate is only for the religious…a means of suppression. We all have a clean canvas upon which we paint/write our life. We are our own past, present ,and future. The only sin is not being true to ourselves and…if we are not moral, true, then we cannot ask for forgiveness from anyone other that our inner self. Thus then we write it, paint it, compose it. Our work is the sum of our experiences..good or bad

    • it’s difficult to discuss about beliefs.
      i feel that i have a kind of written way or say: destination, inside me, i wouldn’t call it fate, but inner truth or mission which i try to go. in painting as in life.
      in this point may our thoughts join.
      the other: i feel that art work is far more than a sum of experiences.

  2. das sind tolle Fragen, liebe Eva, über die ich auch gerne sinniere- in diesem Jahr machte ich mehrmals die Erfahrung, dass meine Bilder mehr wussten, als mir bewusst war, dass sich das, was ich zunächst darstellte, plötzlich eintrat … welche Kraft haben Bilder und Worte? Bei Paul Auster las ich ähnliches, einer schrieb einen Roman und das, was er nur beschrieb, trat später ein, nicht wirklich zur Freude …
    aber ich weiß nicht, ob unser Weg wirklich vorgegeben ist, ich denke, dass es unsere Qualitäten und Veranlagungen sind, die wir aufdecken und leben dürfen, wenn alles gut geht …

    aber hier denke ich nun noch ein bisschen weiter, während ich im Garten verschwinde und Erdbeeren pflücken gehe … ach du süße Sommerzeit 🙂
    herzliche Grüße
    Ulli

    • apropos: ist der weg vorgeschrieben.

      komisario beschrieb mir vor einigen tagen ein tolles bild. er sagte, er erlebe das leben als ein komplexes geflecht. überall sind bahnen, verzweigungen, wie ein netz. und es gäbe aber nur DEN einen weg, der der unsere sei und den gebe es zu finden und nehmen. und der schlüssel dazu sei die absolute wahrheit vor sich selbst, weil jeder im grunde seinen weg kenne.

      die anderen wege sind irrwege: konventionen, narzissmen, angst, etc.

      das hat mich an die weggabelung von herakles erinnert.

      „Eines Tages kam der junge Herakles an eine Weggabelung. An dem einen Weg stand eine schöne Frau in leuchtenden, kostbaren Gewändern. Sie war nach höfischer Art geschminkt. An der anderen Weggabelung stand eine Frau in schlichter und einfacher Kleidung, die bescheiden zu Boden blickte. Zuerst sprach ihn die wohlhabende Frau an: „Wenn du meinen Weg folgst, Herakles, so wirst du ein Leben voller Genuss und Wohlstand haben. Weder Not noch Leid werden dir hier begegnen, sondern nur die Glückseligkeit!“
Die andere Frau sprach da zu ihm: „Die Liebe der Götter und seiner Mitmenschen lassen sich nicht ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Leid wird dir auf dem Weg der Tugend widerfahren, doch der Lohn wird die Achtung, Verehrung und Liebe der Menschen sein. Nur du kannst entscheiden, welcher Weg der deinige sein soll.“
Herakles entschloss sich da, dem Pfad der Tugend und Ehrbarkeit zu folgen.“
      (ausschnitt aus: http://www.mythentor.de/griechen/herakles.htm)

      als ich noch studentin war, hatte ich lange zeit zu der herakles-mythologie gearbeitet. noch immer finde ich sie hilfreich und erhellend.

      also liebe ulli, ich hoffe, die erdbeeren haben dir gut geschmeckt.
      ich wünsche dir einen lustigen sommer,
      alles liebe,
      eva

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