23

schwarz.

schwarz und weiss, ein gegensatz?

nacht und tag. schon die nacht enthält den nächsten tag und der tag hält in sich das wissen um die darauffolgende nacht.

ich liebe das schwarz, weil es entschieden und stark ist. ich liebe das weiss, weil es mir alle möglichkeiten offenlässt.

das weiss bedarf möglicherweise eher des schwarz, um ein profil zu zeigen und eine entschiedenheit als das schwarz das weiss bräuchte. im schwarz wurden die karten gespielt. es verbirgt eine geschichte. das weiss, das erinnert mich an das ungeschriebene blatt.

gleichzeitig erstickt mich das schwarz, nimmt mir den atem. die nacht empfinde ich als einen zu schweren wintermantel, der sich erdrückend um mich legt. ich schliesse die augen, die hoffnung: morgen kommt wieder das licht und gibt mir freiheit, luft zum atmen.

ich fühle mich nicht geborgen in der nacht.

was hat das mit der kunst zu tun?

meine faszination für das schwarz, im mekka drehen sich millionen um einen schwarzen kubus verzaubert von dessen mysterium. wir tragen schwarz, wenn ein mensch stirbt, warum? weil dann das kapitel geschlossen wurde. der körper ist verschwunden, was bleibt ist das mysterium. sollte es wohlmöglich ein leben geben danach? was umgibt den schwarzen kubus, so dass menschenscharen von ihm angezogen sind? warum spricht man von einer schwarzen seele, nur weil man sie nicht zu deuten weiss?

ich liebe das schwarz. es flösst mir respekt ein. ich male auf weiss… hier fühle ich mich frei und leicht.

Ein Gedanke zu „23

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