8 Gedanken zu „9

  1. Notwendigkeit versus Liebe hinterfragt, wo ist die Inspiration zu finden. Im Zusammenhang mit den übrigen Einträgen, die sämtlichst von zwei, drei verbindende Gedanken getragen sind, sozuagen von einem roten Faden, scheint bei der Künstlerin immer die Frage sich zu stellen, ist sie der originäre Ursprung ihrer Kunst, was sie gerne sein möchte, das in Frage stellt, dazu gedankliche Reflexionen darstellt, oder leitet sie ihre enorme meines Erachtens nicht in Frage zu stellende künstlichere Kraft von äußeren Einflüssen ab. Selbstverständlich ist Kunst gelebte Liebe, aber nicht jenseits jedes Willens und Not, sondern in einem Spannungsfeld, aus welchem die Kunst erwächst, spontan, unvorhersehbar und gewaltig.
    Die Fragestellung zeigt ein fragendes, sich reflektierendes künstlerisches Ego, das in den Polaritäten Notwendigkeit versus Liebe sich auf Dauer zu positionieren weiss.
    Dafür sprechen die Beiträge insgesamt, welche die Kunst n ihrer phantasiereichen offenen und fragenden Darstellung nach vorne drängen.

  2. kunst: ja, die polaritären liebe und notwendigkeit.
    mich verfolgte in diesem artikel die frage, WARUM machen menschen kunst und warum brauchen menschen kunst. in einer so zweckorientierten welt fliegen begriffe wie kunst und liebe wie schillernde paradiesvögel, anarchistisch und frei.
    aber vielleicht bringt die frage nach dem warum mich auch vom kern ab, nämlich „what-is-art“.

    • absolut richtig, als künstler und allgemein für den menschen, der sie hört, reicht es aus, der inneren stimme zu folgen.
      wie aber denen die stimme hörbar machen, die sie nicht kennen?
      kann man kunst „erklären“? das ist ja meine frage und der auftrag meiner recherchen.
      das erinnert mich an eine geschichte meiner grossmutter. ihre eltern waren beide seit frühesten kindertagen taub.
      eines tages sang meine grossmutter mit ihrer schwester beim abwasch. ihre mutter bemerkte derer mundbewegungungen, die ohne ersichtlichen grund, aber doch mit sehr viel spass, agierten. auf die frage, was die beiden täten, antwortete meine grossmutter: wir singen. die erneute frage ihrer mutter daraufhin: was ist singen? nun, antwortete meine grossmutter, beim singen, da geht die stimme hoch und runter. ihre mutter konnte das nicht verstehen, und meine grossmutter suchte verzweifelt, ihr das phänomen „singen“ zu erklären. sie legte die hand ihrer mutter auf ihre eigenen stimmbänder, damit diese die vibrationen fühlen könnte, und unternahm unzählige andere versuche, das „singen“ als solches in worten zu definieren. ein erlebnis, das meine grossmutter bis zu ihrem lebensende sehr beschäftigt hatte.

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