kunst:

der trieb. das machen. sich verlieren.

die frage: warum mache ich das?

die öffnung. eine existenz jenseits des sofortigen nutzen, freiheit, vorbei an kausalitäten.

neue wege für die kunst, die malerei finden. orte, wo kunst etwas bewirken kann. in krankenhäusern kann es die einsamen begleiten, ihnen beistand leisten und sie in welten führen jenseits von schmerz und unzulänglichkeit.

kunst, was ist kunst?

intensität und wahrhaftigkeit.

intensität, das heißt, sich der farbe oder der form zuwenden, 100 %. die farben breiten sich aus, der strich wandert über das blatt.

das rot flutet über das papier, es bildet pfützen, eine landkarte der emotion, ich muß sie nur zu sehen wissen. der strich bildet erkennbares, lässt der farbe seinen raum und spielt seine eigene geschichte und beschwingtheit. und doch reagiert er auf die farbe, und die farbe nun wiederum auf den strich.

wo ist der unterschied zwischen der malerei und dem geschriebenen wort?

das wort ist so an meinem geist verhaftet. jeder meint es verstehen zu können. ich schreibe, um verstanden zu werden. ich zensiere den moment des einfachen tralalas, des schreiens in worten, des aufpralls und großen schwarzen trompetentuschs.

ich stecke in einem wort, das schon so zig trilliarden mal immer wieder und wieder benutzt wurde. geistreich wird der text in referenzen gegossen. uuuupsss summm techniko tratra rattattum. schwitters, jandel, egal, was ich schreibe, der geistige raum ist begrenzt.

die farbe, jedesmal neu, jedesmal ein neuer schatten, der sich in surrealistischer manier auf meinem blatt entfaltet.

die zensur, die findet im geiste statt, aber nicht im auge und der neugier.

in a lion's wave

in a lion’s wave

die malerei kommt dem traume nah. verständlich, situationslogisch, so lange wir sie nicht rationalisieren.

peng, aufgewacht aus dem traum. ein letzter versuch, die fetzen der vergangenen nacht in worte zu bringen. schnell, schnell. jede 10tel sekunde des wartens bedeutet schon kapitelsweise traummaterial verloren zu haben.

malen bedeutet schlafen, oder, träumen.

oder nein, das leben mit kunst, das betrachten von bildern, das hineingehen in diese formgewordenen welten, ist vergleichbar mit dem träumen.

im traum gibt es kein warum.

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